Projektübersicht

Geomarketing im rock’n’popmuseum

Das rock’n’popmuseum im westfälischen Gronau kennt die richtigen Marketinginstrumente mittlerweile ganz genau: Seit zwei Jahren nutzt das Unternehmen Geomarketing um mit geografischen Auswertungen die Besucherströme zu analysieren. Für die Öffentlichkeitsarbeit des Ausstellungshauses sind diese zu einem wichtigen Kontrollinstrument geworden.

Seit Dezember 2008 setzt das rock’n’popmuseum auf die Ergebnisse von Geomarketing. Dank dieses Teilaspekts des modernen Marketing weiß Thomas Albers, Geschäftsführer des rock’n’popmuseums Gronau, in welchen Gebieten Marketingeinsätze bereits gewirkt haben und wo sie vielleicht verstärkt werden sollten. "Im Dezember 2008 haben wir mit einem ersten Test damit begonnen, eine Art Marketing Controlling einzuführen- die Ergebnisse sind für uns unheimlich wertvoll, da die zur Verfügung stehenden Mittel für die Werbung so optimal eingesetzt werden können", so Albers. Im rock’n’popmuseum werden jedoch keine persönlichen Daten gesammelt. Das Kassenpersonal erkundigt sich während des Ticket- Verkaufs nach Herkunft, Alter und Häufigkeit des Besuchs. Ebenso sind gezielte Fragen zu Marketinginstrumenten möglich, etwa wodurch der Besucher auf das Museum aufmerksam geworden ist.
"Uns geht es dabei nicht um die quantitative Erfassung aller Besucher und auch wollen wir unsere Besucher nicht mit den Fragen bedrängen.", kommentiert Albers die Auswahl der zu erfragenden Daten.
Die Ergebnisse der fortlaufenden Besucherbefragung werden dem Museum regelmäßig in Form unterschiedlicher digitaler Landkarten präsentiert.

Benjamin Beloch, Anja Habel und Sebastian Franzbach
Benjamin Beloch und Sebastian Franzbach (Beloch & Franzbach GbR) überreichen die Ergebnisse der Geomarketing Analyse an Anja Habel vom rock’n’popmuseum. Die Punkte auf der Karte stehen für die Museumsbesucher.

Zusätzlich erhält das Museum einen Überblick über die Erfolge einzelner Marketinginstrumente. So ist zum Beispiel deutlich zu erkennen, ob Marketingmaßnahmen zu einem Besucherwachstum aus einer bestimmten Region geführt haben. Geomarketing trägt also dazu bei, die internen Arbeitsprozesse auf Basis statistischer Daten zu optimieren. Kommende Sonderprojekte wie Ausstellungen, Konzert oder Musikworkshops lassen sich mit den Erkenntnissen zu ähnlichen Projekten gezielter vermarkten, Streuverluste werden minimiert. Dass aus dem Münsterland erfreulich viele Besucher den Weg nach Gronau machen, aber selbst aus Bayern, dem Schwarzwald oder Berlin bereits viele Gäste den Weg ins rock’n’popmuseum gefunden haben, veranschaulicht die Landkarte mit den vielen kleinen blauen Punkten auf einen Blick. "Diese enorme Reichweite hat uns überrascht", sagt Geschäftsführer Thomas Albers, "aber auch erfreut." Deutschlandweite Werbemaßnahmen sind jedoch nicht der Grund für die weiten Anreisen, eher doch das gesprochene Wort von Freundesfreunden.

"Je besser man seine Besucher oder Kunden kennt, desto gezielter können neue Besucher  bzw. Kunden geworben werden", so Anja Habel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Das rock’n’popmuseum setzt diese Marketingweisheit in die Tat um.

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